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Kollaborative Lernplattform

Welche digitale Kompetenz soll vermittelt werden?

Im Zuge eines steigenden Nachhaltigkeitsbewusstseins rückt der Begriff „paperless office“ immer mehr in den Vordergrund. Dies ist eine hervorragende digitale Methode, um den Zugriff auf Dokumente zu beschleunigen, die Organisation zu verbessern, die Sicherheit von Dokumenten zu gewährleisten, Zeit und Geld zu sparen und die Freigabe von Dokumenten unternehmensweit und weltweit zu ermöglichen. Der Auszubildende ist mit den Besonderheiten (z. B. Prozesse, Verhaltensregeln) einer digitaler Arbeitsorganisation vertraut. Hierzu zählen auch Kenntnisse zum Datenschutz und der Informationssicherheit sowie zu betriebsspezifischen Compliance-Vorgaben.

Darüber hinaus ist der Auszubildende im Rahmen seiner Tätigkeit in der Lage, mit der bereitgestellten Hard- und Software effizient zu arbeiten. Er kennt und nutzt interne sowie vertrauenswürdige externe Informationsquellen und wählt geeignete Daten/Informationen abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung aus.

Wie könnte die Umsetzung in der Ausbildungspraxis erfolgen?

Der Auszubildende wird aktiv gefordert, Teamarbeit im virtuellen Raum zu organisieren und sich Lerninhalte eigenverantwortlich zu erschließen. Über die Plattform ist es möglich, kollaborativ mit anderen Auszubildenden über Zeit- und Ortsgrenzen hinweg an einem Thema zu arbeiten sowie Tipps und Anregungen auszutauschen. Der Auszubildende wird auf diese Weise für die Bedeutung eines nachhaltigen Wissensmanagements für den Geschäftserfolg sensibilisiert. Zusätzlich kann die Plattform vom Ausbilder genutzt werden, um Auszubildende anzuleiten. Mithilfe von Collaboration-Software wie z. B. „Google Drive“ können entfernte agile Teams effizient arbeiten, indem sie tägliche Besprechungen planen, die Teammitglieder über aktuelle Aufgaben informieren und dabei sofortiges Feedback und Echtzeitberichte erhalten. Darüber hinaus reduziert eine Collaboration-Software den Papieraufwand und spart Zeit bei der digitalen Dokumentation. Während einer kollaborativen Lernsitzung entwickeln die Auszubildenden auch ihre sozialen Kompetenzen. Zudem müssen sie sich aktiv in den Lernprozess einbringen, was für die jungen Menschen motivierend wirkt.

Praxistipp

Es gibt bereits mehrere etablierte Anbieter für kollaborative Lernplattformen auf dem Markt. Es wird empfohlen, sich selbstständig einen Überblick zu verschaffen und eine Auswahl angepasst an die firmenspezifischen Anforderungen zu treffen. Linktipp: Google Suite.

Autor dieses Umsetzungsbeispiels: Roland Krammer, Roche Diagnostics GmbH

Dieses Umsetzungsbeispiel ist geeignet für

  • Chemielaborant/in
  • Biologielaborant/in
  • Lacklaborant/in

WQ „Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion“

  • selbstorganisiert arbeiten, digitale Kommunikationsmittel einsetzen sowie in virtuellen Teams mitwirken
  • Software-Applikationen des Ausbildungsbetriebes mit mobilen und stationären Arbeitsmitteln einsetzen
  • digitale Medien für das Lernen im betrieblichen Alltag selbsttätig nutzen